Wenck-Familie und Vorfahren – Johann Wolphgang Wenck

Johann Wolphgang Wenck 

* 9. November 1711 zu Brüheim    +  24. Mai  1775   zu Brüheim

oo [derzeit noch nicht erforscht]

Anna Elisabeth

* 11. November 1716 zu Brüheim  +  03. September  1780   zu Brüheim

 

Kinder:

Anna Catherine Wenck         * 02.04.1739 zu Brüheim   + 02.11.1814 zu Brüheim

Johann Michael Wenck         * 30.07.1742 zu Brüheim   + 30.11.1772 zu Brüheim

Katherine Elisabeth Wenck   * [derzeit noch nicht erforscht]

Anna Elisabeth Wenck          * 20.04.1756 zu Brüheim   + 01.03.1824 zu Brüheim

Johann Heinrich Wenck        * [derzeit noch nicht erforscht]

Johann Rudolph Wenck

Den 1715 in Brüheim geborenen Sohn der Gasthoffamilie  Hanß Rudolff Wenck weist die Ortschronik 1747 als Besitzer von 3 Pferden aus.

Aus dem Brüheim’schen Flurbuch von 1750 geht hervor, daß er Besitzer ist von „Hauß und Hoff nebst Justinium Ruhß und Valtin Kuhnolden, quondam Erffaer Herren, erkauft 1737“

1743      erkauft er qv. Martha Zinckin, geb. Ortmännin, ein Viertel Zinßland und ein Viertel

              Zuckerleydenland;

1744      erkauft er qv.  Hanß Georg Erdmann  ein Ackerfeld Zinßland;

1748      ererbet er qv. patris  Hanß Heinrich Wenckens  ein Viertel Zinßland

Das Brüheimer Kirchenbuch weist ihn beim Tod seiner beiden Söhne im Juni bzw. Juli 1762 als Vater, Inwohner und Ackermann aus.

Totenbuch Brüheim 1775 , Nr. 4

Den 18. July früh 3 Uhr starb  Johann Rudolph Wenck  , Ackermann und Inwohner allhier an einem Auszehren  und wurde den 19. darauf bey gehaltener Predigt beerdigt.  …  Er ist alt geworden  60 Jahre weniger 6 Wochen und 5 Tage

Gastwirtssohn Michael Heinrich Wenck

Michael Heinrich Wenck   * 1725  + 1803, jüngster Sohn des Gastwirtes Johann Heinrich Wenck, ererbet um 1748 quondam patris  Hanß Heinrich Wenckens  „Hauß und Hoff gegen der Schenck über an vorigen und an der Braugassen“,  so geschrieben im Flurbuch Brüheim von 1750, also noch vor dem verheerenden Brand, bei dem im Juni 1757 nicht nur  Kirche und Pfarrhaus, sondern auch über 48 Häuser und Stallungen dem Feuer zum Opfer fielen.

Die Geschichte der Schenke und ihrer Wirte wird in der Ortschronik ausführlich beschrieben.

Bereits anno 1654 ist von der Schenke und ihren Schenkwirten die Rede.

Infolge des 30jährigen Krieges ist „die Schenkstedt ganz eingegangen und nicht mehr als ein Keller vorhanden, in dem Bier geschenkt wurde“.

1663 ist „Die Schenke zwar noch wüste und nur der bloße Keller vorhanden“

Inzwischen werden die Junker von Wangenheim angezeigt, „weil sie in des Schmieds Haus bier geschenket nund unser Gemeinde keinen zins geben wollen“.   Die Schmiede gehörte damals zum östlichen Steinhof und war im Besitz derer von Wangenheim.

1686 beginnt der Neubau des Schenkhauses als Gemeindeschenke. Sie wird oben innerhalb einiger Jahre erst ausgebaut.

1687 werden Stall und Hofmauer erbaut und der „pforden Stein in der schenke wurde von der wüsten pfarr Sted bey die Schenk geführet“

1689 „lieget das Schenkhaus mitten im Dorff gegen dem Backhaus an der Strassen“

1700 heißt es: „dass Schänckhauss lieget mitten im Dorffe an der Strasse gegen dem Backhausse und ist mit einem Stall und Doppelden Koppen uff dem Hoffe gebauwet“

1714-1716 ist Caspar Herr der Schenkwirth

1726 wird in der Ortschronik über die Schenke folgendes geschrieben: „das Schenkhaus lieget mitten im Dorff gegen dem Backhausse an der Strasse, ist ein Stall und ein gedoppelter Schwein Koben auff dem Hoffe, in der ober Stube befinden sich auch ein neu Schränckgen und 6 Lehn Stühle“

1748 ererbet Michael Heinrich Wenck quondam patris Hanß Heinrich Wenck „Hauß und Hoff, ein Gasthoff gegen der Schenk über und an der Brau Gassen“ 

1757  fiel die Schenke dem Brand zum Opfer

1758 heiratet Michael Heinrich Wenck   Anna Martha Herr

In den Jahren von 1714-16 ist bereits ein Carpar Herr und 1760 ein Andreas Herr  Schenkwirth

1758  ist auch das Jahr, in dem die Schenke mit „Dantzboden“ neu erbaut wird.

1759 wird im Taufregister Brüheim als Vater „Michael Heinrich Wenck „ als Gastwirth und Ackermann genannt

1772 ist im Taufregister Brüheim „Johann Heinrich Wenck, Schenkwirth allhier“

(* 2.12. 1738 in Brüheim, + 12.3.1805 in Brüheim. Er ist Sohn des Johann Christoph Wenck, Ackermann, * 1694 in Brüheim, + 1759 in Brüheim, und Bruder des Gastwirts Johann Heinrich Wenck, * um 1690, + um 1748 in Brüheim)

Zwischen 1774 und 1786 erscheint immer wieder „Die Schenke ist scheinbar verkauft worden“.

Am 2.6. 1795  heiratet der Gastwirth Michael Heinrich Wenck, * 1768 in Brüheim, Sohn des Gastwirts Michael Heinrich Wenck, * 1725 in Brüheim, + 1803 in Brüheim, die Tochter des Schenkwirts  Johann Heinrich Wenck, * 1738-1805,  Anna Magdalena Wenk, * 1774 in Brüheim, + 1805 in Brüheim

1802  Kirchenbuch Brüheim:  Schenkwirt Johann Heinrich Wenck (1738-1805) , Schwiegervater des Michael Heinrich Wenck, Gastwirth (1768-1850).

Als am 2.3. 1805 der Schenkwirt Johann Heinrich Wenck im Alter von 67 Jahren stirbt, geschieht das „ im Gasthofe bey seiner Tochter Anna Magdalena Wenck, wo er sich seit vier Wochen krankheitshalber aufgehalten hat“.

1807  wird Michael Heinrich Wenck als Gastwirt erwähnt

1814  finden wir den Hinweis in der Ortschronik: „wegen des Entschädigungsgesuches des allhiesigen Schenkwirths Wenk in Betreff desjenigen, was er in den letzten Tagen des Oktobers 1813 an durchgehende Truppen abgegeben“.

1837  schreibt man „vom Gasthof und der Schenke 

Dabei ist mir auch schon vorher der Gedanke gekommen bei dem Hinweis von 1748 „ererbet Michael Heinrich Wenk vom Vater Hanß Heinrich Wencken Hauss und Hoff – ein Gasthoff gegen der Schenk über an der Braugassen“.

Das würde bedeuten,  daß vor dem Brand 1757 ein Gasthof, Ecke Brauhausgasse, und gegenüber „die Gastwirtschaft bzw. der Gasthof, auch Schenke genannt, das Eckgrundstück der heutigen Friedrichswerther Straße, gleichzeitig existierten.  Vermutlich ist die „Schenke mit Dantzboden“, Ecke Friedrichswerther Straße, 1758 neu aufgebaut worden.

Wie auch immer, es bleibt durch die unterschiedliche Bezeichnung dieser Einrichtungen eine verzwickte Geschichte, die ich allein nicht lösen kann.

Es folgen nun Aufnahmen von der Schenke oder Gasthof in Brüheim, die der Sammlung von Rolf Müller entstammen.

Ende einer Jahrhunderte alten  Gasthaustradition in Brüheim

Das ehemalige Gasthaus in Brüheim ist 2009 nur noch ein Wohnunghaus aus dem Tuschkasten